Wie Unternehmen Energie sparen können

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  • September 26, 2013

BioEnergie

18.09.2013 – LAUTERBACH

Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller, die Volksbank-Vorstandsmitglieder Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl, Anette Kurth, Alexander Klein und Ralf Schneider (v.l.n.r.) Foto: Hahner

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(alf). Knapp 50 Unternehmer aus Lauterbach und Umgebung waren vor Kurzem im Vortragsraum der Volksbank Lauterbach-Schlitz eG zusammengekommen, um sich über das Thema „Raus aus der Energiefalle – Energieeffizienz im Unternehmen“ zu informieren. Eingeladen hatten Kreisstadt, Volksbank sowie die Bioenergie-Region Mittelhessen.

Volksbank-Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger begrüßte als Hausherr der Versammlung und hieß besonders die Referenten willkommen. Das Thema berühre auch die Kreisstadt, stellte Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller einleitend fest. Er ging kurz auf die vergangenen 40 Jahre ein, in denen sich sehr viel verändert habe. Die politisch Verantwortlichen hätten früh erkannt, wie wichtig das Thema sei und jede Menge Daten gesammelt, denn die Stadt besitze 130 Liegenschaften, darunter den Alten Esel, der inzwischen vorbildlich saniert worden sei, was in der Region hineinstrahle. Sein Dank galt dem Büro neuraum und der Volksbank für die Unterstützung der Häuslebauer.

Annette Kurth stellte die Bioenergie-Region Mittelhessen vor, ein Zusammenschluss der LEADER-Regionen-Vogelsbergkreis und Gießener Land mit finanzieller Unterstützung durch die Landkreise Gießen und Vogelsberg. „Unsere wesentliche Aufgabe besteht darin, mit Hilfe von Netzwerken Strukturen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Ausbau der Bioenergienutzung im ländlichen Raum zu schaffen“, sagte Kurth. DIe Idee der regionalen Wertschöpfung bilde dabei die Basis der Aktivitäten, stellte sie fest und erwähnte einige positive Beispiele aus dem Landkreis Gießen.

„Vom Alten Esel bis zum Gemeindesaal“ war das Thema von Stephan Mölig, Architekt und Geschäftsführer des Unternehmens neuraum. Um die CO2-Emissionen zu reduzieren, habe die Stadt Lauterbach ein Klimaschutz-Teilkonzept in Auftrag gegeben. Am Beispiel des „Alten Esel“ erläuterte Mölig die Sanierung des 57 Meter langen und 10,5 Meter breiten Fachwerkbaus und des angebauten Steinbaus anhand zahlreicher Bilder, die auch eindrucksvoll die Leistungen der zahlreich an der Sanierung beteiligten Handwerksunternehmen zeigten. Lohn der Arbeit, die im Kostenrahmen blieb, war die Verleihung des Hessischen Denkmalschutzpreises.

Alexander Klein, Geschäftsführer der ewt-Ingenieure aus Grebenhain, erläuterte die „pfiffige Gebäudesanierung von Betriebsstätten“ anhand zahlreicher Beispiele. Ausgangspunkt war die Beurteilung des bestehenden Energieverbrauchs beziehungsweise des tatsächlichen Bedarfs. Von Vorteil sei eine professionelle Immobilienverwaltung und ein „Parallelprozess“. Das Konzept könne aus sechs Schritten bestehen (Energiecheck, strukturierte Bestandserfassung, Ist-Energie- und Soll-Energiebilanz, Energiecontrolling und Energieeffizienz-Wartung).

Ralf Schneider, Prokurist und Leiter der Firmenkundenbank der Volksbank, erläuterte abschließend aktuelle Fördermittel und Finanzierungsmöglichkeiten für Gewerbekunden. Vor allem wies er aufgrund verschiedener Förderungen auf „geschenktes Geld“ und sehr niedrige Zinssätze hin. Fachleute der Volksbank, aber auch Ingenieure wie Alexander Klein, seien die geeigneten Berater.

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