„Positives Signal für die Region“

  • 0
  • August 29, 2013

130816_GrundsteinGrundsteinlegung – Volksbank investiert 1,3 Millionen Euro in Erweiterungsbau

„Aufwertung der Innenstadt“
(cke). Mit Wasser und Saft statt mit Sekt wurde gestern die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Volksbank Lauterbach-Schlitz gefeiert. Zum Ortstermin auf der Baustelle in der Bahnhofstraße waren Vertreter der am Bau beteiligten heimischen Firmen, Architekten und Bürgermeister erschienen. „Wir wollen mit dem Verzicht auf Sekt dem etwas holprigen und auch nervenaufreibenden Start Rechnung tragen“, erklärte Volksbank-Vorstandschef Nobert Lautenschläger und erinnerte an den spektakulären Baggerunfall vom 10. Juli bei den Abrissarbeiten von Scheune und Wohnhäusern, durch den sich auch die offizielle Grundsteinlegung verzögert hatte.

Ein Bagger war samt Fahrer umgekippt, glücklicherweise war der Arbeiter nur leicht verletzt worden. 

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Volksbank nach jahrzehntelangen Bemühungen die an ihre Hauptgeschäftsstelle angrenzenden maroden Immobilien, Scheune und zwei Wohnhäuser, erwerben können. „Schon lange war die Erweiterung der Lauterbacher Hauptstelle der Wunsch der Volksbank-Verantwortlichen – unserer Vorvorgänger und Vorgänger – gewesen. Kurz nach meinem Start in Lauterbach war es uns möglich, mit den Eigentümern einig zu werden“, ließ der Vorstandschef die Vorgeschichte Revue passieren. Jetzt gehörten Baggerunfall und auch Strom- und Wasserausfall der Vergangenheit an, blickte er optimistisch in die Zukunft: „Wenn die Latte da ist und man sauber nach oben arbeiten kann, ist alles okay.“ Lobende Worte fand Lautenschläger auch für die gute Zusammenarbeit mit Denkmalschutz und Baubehörden von Stadt und Kreis.

Auch sein beruflicher Werdegang sei mit dem Projekt verbunden, betonte Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller, denn auch er selber habe sich in der Vergangenheit für eine andere Nutzung der Gebäude im Sinne der Volksbank engagiert. Dass sich die Denkmalschutzbehörde beim Bauvorhaben aufgeschlossen gezeigt habe, sei sehr erfreulich. Denn der Neubau stelle in städtebaulicher Hinsicht eine Aufwertung dar und bedeute eine Belebung der Innenstadt. „Die Investition der Volksbank ist auch ein Signal für die Menschen, da sich das Unternehmen über ihr vielfältiges Engagement hinaus zur Region bekennt“, betonte das Stadtoberhaupt.

Rund 1,3 Millionen Euro investiert die Volksbank in den dringend benötigten Erweiterungsbau, der in der Hauptsache aus Büro- und Beratungsräumen bestehen wird. Über ein Dutzend heimische Firmen, allesamt Volksbank-Kunden, kamen bei der Ausschreibung zum Zuge. Voraussichtliche Fertigstellung soll laut den Volksbank-Vorständen Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl im Spätsommer 2014 sein. Wie die Neuraum-Architekten Stephan Mölig und Christian Diegelmann betonten, habe man ihrerseits den Ehrgeiz, früher Einweihung feiern zu können. Alte Bretter und Ziegel seien beim Abriss von Häusern und Scheune gesichert worden und sollen bei der Gestaltung des Neubaus wieder Verwendung finden. Der Grundstein mit der Jahreszahl 2013, übrigens ein Sandstein aus der Bausubstanz des alten Esels, werde gut sichtbar im Mauerwerk angebracht.

Der Volksbank-Neubau unterliegt Vorschriften des Denkmalschutzes und wird deshalb ein kleinteiliger dreigeschossiger Anbau mit Gauben sein, der insgesamt 2166 Kubikmeter umbauten Raum haben wird. Im Erd- und im Obergeschoss (je 181 Quadratmeter) sollen künftig die Büro- und Beratungsräume untergebracht sein, wo die Kundenberater ihre Arbeitsplätze beziehen werden. Darüber wird es ein Dachgeschoss (171 Quadratmeter) geben, das zunächst nicht ausgebaut werden soll. Alt- und Neubau wird ein gläserner Übergang verbinden, der von Erd- und Obergeschoss zu begehen ist. Unter dem Anbau wird sich eine Tiefgarage befinden, die vom Landsknechtsweg zu befahren sein wird, hier sind sechs Autostellplätze geplant, zudem 13 weitere auf der hinter der Volksbank liegenden Freifläche. Vor dem Anbau in der Bahnhofstraße sind neben einer Ruhebank auch fünf Autostellplätze für Kurzeitparker geplant, die öffentlich nutzbar sein sollen, da das Areal der Stadt gehört und die Volksbank sich bereit erklärt hat, es herzurichten.

© Lauterbacher Anzeiger 2013 | Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Lauterbacher Anzeiger