Einweihung – Neue Tagespflegeeinrichtung in Grebenhain

  • 3
  • November 04, 2013

anzeige_kauck

04.11.2013 – GREBENHAIN

Pflegebedürftigen Freude schenken, Angehörige entlasten

Neue Tagespflegeeinrichtung in Grebenhain bietet 17 Plätze / Glückwünsche zu „unternehmerischem Mut“ / Architekt Mölig übergab Schlüssel
(gst). Fast in Rekordzeit entstanden in Grebenhain im Bereich des historischen Tanzplatzes Räumlichkeiten für eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren. Aufgrund von Verzögerungen durch geänderte Planungen konnte erst am 20. April 2013 der erste Spatenstich erfolgen, zwei Monate später wurde Richtfest gefeiert und nach acht Monaten Bauzeit jetzt die Einweihung. Damit wurden die äußeren Voraussetzungen geschaffen, zukünftig 17 Menschen ein Angebot im Bereich der Tagespflege zu machen; Menschen aus der Isolation zu holen und gleichzeitig eine Entlastung für Familienangehörige, die sich der Pflege widmen, zu bieten. Motor der Geschichte sind die Familien Kauck; Heinrich Kauck mit langjähriger Erfahrung im Bereich des Pflegedienstes Kalinka sowie Schwiegertochter Silke, die als Geschäftsführerin fungiert und dabei von ihrem Mann Thomas im wirtschaftlichen Bereich unterstützt wird.
Mit vielen Gästen wurde die neue Einrichtung jetzt gefeiert. Groß war die Freude bei allen Beteiligten über den guten Bauverlauf, die Leistungen der Handwerker sowie des Architekten Stephan Mölig und seines Mitarbeiters Christian Diegelmann. Erfreulich auch, dass dieses Projekt im Rahmen der Dorferneuerung gefördert wurde. Denn es stellt eine städtebauliche Verbesserung für Grebenhain dar und es entstehen neue Arbeitsplätze. Kritische Töne gab es auch: Von Bürgermeister Manfred Dickert und Heinrich Kauck, da nach deren Ansicht die bürokratischen Hürden für die Schaffung einer solchen Stätte nicht mehr nachvollziehbar seien.
Geschäftsführerin Silke Kauck stellte als erste Rednerin fest, dass viele Schwierigkeiten und Probleme immer wieder neue Wege, einiges Umdenken und Neuplanen erfordert hätten. Sie hoffe, dass man den gesetzten Zielen gerecht werde, Pflegebedürftigen und behinderten Menschen eine vorübergehende Bleibe zu gewähren, ihre Angehörigen von der täglichen Pflege und Betreuung zu entlasten, den Gästen Abwechslung und Freude an neuen Tagesabläufen zu bieten und vielleicht alte, inzwischen ruhende Kontakte zu anderen Bekannten und Freunden wieder aufleben zu lassen.
„Wir wollen heute ein Haus einweihen und seiner Bestimmung übergeben, das von dem Gedanken, dass eine solche Einrichtung notwendig ist, bis zur heutigen Vollendung über vier Jahre in Anspruch genommen hat“, stellte Heinrich Kauck fest. Bereits im September 2009 sei erstmals ein Förderantrag gestellt worden. Die Veränderungen bei der Tagespflege, auch im Hinblick auf Patienten
Viele Gäste beglückwünschten die Familie Kauck zu ihrem Mut und dem gelungenen Neubau, der für die Gemeinde eine große Bereicherung darstellt.
Veränderungen bei der Tagespflege, auch im Hinblick auf Patienten
in der ambulanten Versorgung und dem sich daraus abzeichnenden Bedarf, habe die Sache dann positiv erscheinen lassen. Mit Hilfe des Architekten Stephan Mölig habe man sich schon Anfang 2011 für den jetzigen Standort entschieden. Man habe im Vorfeld einige andere Privathäuser ins Auge gefasst. Doch letztendlich habe man sich für den Platz, mitten in Grebenhain, entschieden. Auch um den Tanzplatz und seine Umgebung aufzuwerten. Genau am Tag vor zwei Jahren habe man den dort stehenden Bauernhof übernommen. Der bestehende Denkmalschutz habe dann bei der Planung einige Rücksichtnahmen erfordert.
Bürgermeister Manfred Dickert gratulierte zu einer wunderbaren Einrichtung und den richtigen Standort in der Mitte des Ortes. Er stellte weiterhin den unternehmerischen Mut der Familie Kauck heraus, der auch „in der„heißen Phase unserer Schwierigkeiten, in der es Spitz auf Knopf gestanden hat“, nicht verloren gegangen sei. Im Mittelpunkt der Arbeit stehe der Mensch. Dickert forderte von der großen Politik eine bessere Anerkennung des Pflegeberufes, den es aufzuwerten gelte; denn hier werde Dienst am Nächsten geleistet. Dies sei eine Herkules-Aufgabe für die Politik. Diese sei ganz einfach zu lösen, wenn man darauf verzichte, Geld für unnötige Dinge auszugeben und und da investiere, wo es notwendig sei; am Menschen und für den Bürger.
Pfarrerin Sylvia Puchert freute sich, dass die Familie Kauck ein Stück Heimat und Geborgenheit im Ablauf eines Tages und weiterer Tage schaffe. In ihrem Haussegen hieß es „Gottes Geist weht durch dieses Haus, jeden Tag, jeden Morgen und für immer“.
Pfarrer Helmut Grittner sprach von einem Haus, das übergeben werde, um alten und kranken Menschen wirksam beizustehen. Er bat im Gebet darum, dass diejenigen, die darin arbeiteten, ein offenes Herz hätten und die Kraft, gut zu sein. Dabei solle auch die Liebe Gottes deutlich werden.
Architekt Stephan Mölig sprach von einem besonderen Gebäude für ihn, in dem auch ältere Menschen noch am Geschehen teilnehmen könnten. Dies sei der richtige Ansatz für die Gemeindeentwicklung. Er überreichte gemeinsam mit Christian Diegelmann den symbolischen Schlüssel und ein älteres Schloss, „den Schlüssel zum Glück“.
Nach den Grußworten konnten dann die Räumlichkeiten in Augenschein genommen werden.
Am nächsten Samstag, 9. November, gibt es einen „Tag der offenen Tür“, bei dem die Grebenhainer Tagespflegeeinrichtung in der Zeit von 9 bis 15 Uhr von Interessierten besucht werden kann.

© Lauterbacher Anzeiger 2013 | Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Lauterbacher Anzeiger

  zum Projekt