ehemaliges AKA-Gebäude: Schmuckstück für den Marktplatz

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  • April 09, 2015

044_01Foto (neuraum): Das ehem. AKA-Gebäude wird bis auf die Grundmauern entkernt

LAUTERBACH – 24.03.2015

Die Arbeiten haben begonnen / Gebäude wird komplett entkernt


(cke). Der Lauterbacher Marktplatz ist derzeit eine große Baustelle: Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind angesichts der bevorstehenden Rathaus-Sanierung damit beschäftigt, ihre Büros leer zu räumen. Abstransportiert wird das Inventar mit schwerem Hubgerät.
Ein Teil der Abteilungen ist bereits in provisorischen Büros, etwa in der Stadtmühle, der Hintergasse 3, bei den Stadtwerken oder im alten Feuerwehrhaus, untergebracht. Gegenüber laufen inzwischen die Umbau- und Sanierungsarbeiten des ehemaligen AKA-Kaufhauses auf vollen Touren. Ein schwerer Kran ist vor dem Gebäude in Stellung gebracht. Im Inneren wird seit Tagen schon intensiv gearbeitet. „Wir entkernen das Gebäude bis auf die Grundmauern“, erläutert Projektleiter Klaus Jerabeck. Stehen bleibe nur noch das Betongerüst.
„Alles muss neu gemacht werden“, fasst Architekt Stephan Mölig kurz und knapp zusammen. Keine leichte Aufgabe wartet auf ihn und seinen Mitarbeiter Christian Diegelmann, denn die Umgestaltung des Hauses, das 1959 errichtet wurde, stellt sich angesichts der dichten Bebauung in der Altstadt nicht gerade einfach dar. Aber beide sind zuversichtlich, der großen Herausforderung zusammen mit den beauftragten Firmen – „allesamt heimische Unternehmen“ – gerecht zu werden.
Vier größere Wohnungen zwischen 60 und 100 Quadratmetern und eine kleine Dachgeschosswohnung mit rund 45 Quadratmetern auf einer Gesamtfläche von 400 Quadratmetern in den oberen Stockwerken – allesamt werden Terrassen oder Balkone haben. „Zwei Wohnungen sind schon vermietet, die übrigen sind noch verfügbar“, sagt Felix Stabernack, Gesellschafter der Stabernack Holding. Sein Vater Gustav Stabernack hatte das ehemalige Kaufhaus 2011 gekauft, über das seitdem viel diskutiert worden war. 400 Quadratmeter umfasst auch die Gewerbefläche im Unter- und Erdgeschoss sowie im ersten Stock. Mit einem Interessenten für ein Ladengeschäft im Erdgeschoss steht der Bauherr „in Verhandlungen“. Im ersten Stock könnten Büros einziehen.
Der bisherige „Schandfleck AKA“ soll nun endlich zum Schmuckstück und Impulsgeber für den Marktplatz werden, wünschen sich Bauherr, Projektleiter und Architekten gleichermaßen. Rund 1,5 Millionen Euro investiert die Stabernack Holding dafür in den Umbau, der bis Ende Dezember abgeschlossen sein soll, wie Stephan Mölig in Aussicht stellt. „Gut für Lauterbach“ sei es, dass das ehemalige AKA, eines der prägendsten Gebäude in der Stadt, nun endlich saniert werde. Für den Marktplatz bringe es neben einer Belebung auch eine optische Aufwertung. „Die Fassade wird der Umgebung harmonisch angepasst“, erläutert der Architekt.
„Unsere Familie betreibt die Sanierung nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten“, betont Bauherr Felix Stabernack, sie tue es für die Stadt, deren Entwicklung ihr am Herzen liege. Ein großes Problem für die Vermarktung insbesondere der Gewerbeflächen sei die Verkehrsanbindung, weiß Projektleiter Jerabeck. „Interessierte Unternehmer fragen stets: Wie kommen unsere Kunden zu uns, haben sie Parkplätze vorm Haus?“ Geplant sei bisher, dass es vor dem Haus nur einen Stellplatz zum Be- und Entladen geben werde, Parkflächen für die Mieter seien im City-Parkhaus vorgesehen. Dass die Stellplatz-Satzung der Stadt und das Anwohner-Parken grundsätzlich geändert werden müssen, davon sind alle der am Bau Beteiligten überzeugt: „Nur so kann die Innenstadtentwicklung gefördert weden“

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