Adolf-Spiess-Halle: Ein Balkon für den Saal

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  • Juni 30, 2016

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Fotos: neuraum

LAUTERBACH – 29.06.2016

Projektleiter und Architekt stellen Planungen vor

(von Claudia Kempf) Die Planungen für die Sanierung der Lauterbacher Adolf-Spieß-Halle gehen zügig voran. Der städtische Projektleiter Jörg Saller und Architekt Stephan Mölig gaben sowohl den Mitgliedern des Bauauschusses als auch des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses einen Sachstandsbericht. Noch in dieser Woche sollen Förderantrag und Bauantrag gestellt werden, informierte Saller und betonte: „Wir liegen voll im Zeitplan.“ Dennoch dränge die Zeit, da bis zum Endes des Jahres rund 1,3 Millionen Euro der Fördersumme ausgegeben sein müssten. Eine Mittelübertragung ins nächste Jahr sei eher unwahrscheinlich.

Man führe intensive Gespräche mit den geldgebenden Stellen. Ziel sei, schon vor dem endgültigen Bescheid mit einigen Maßnahmen zu beginnen.

Stephan Mölig stellte die aktuellen Planungen vor und hatte aus dem Plenum viele Detailfragen zu beantworten. So soll die Halle im Untergeschoss im Bereich des Foyers und auch auf der Ebene des großen Saals eine Zugangsmöglichkeit zum Außengelände erhalten. Für den Saal favorisieren Stadt und Architekt eine großzügige Balkonkonstruktion mit transparenter Geländergestaltung und Treppenaufgängen.

Für Nachfragen sorgte die Größe des Lagers für Stühle, Tische und diverse andere Dinge, das einigen mit rund 80 Quadratmetern überdimensioniert schien. Auch die Toiletten im Keller und die wenigen barrierefreien in den oberen Stockwerken sorgten für Diskussion. Viel Wünschenswertes wurde seitens der Ausschussmitglieder formuliert. „Wir können viel Millionen Euro verbauen, haben aber nur zwei“, gab Jörg Saller zu bedenken und erinnerte daran, dass es sich nicht um eine Kernsanierung handele. „Dennoch nehmen wir alle Anregungen auf“, betonte Mölig.

Obwohl es zur Planung am Abend eigentlich keine konkrete Beschlusslage gab, votierten die Ausschüsse dennoch einstimmig für die von Mölig vorgestellte Variante bei der Gestaltung des Zugangs zum Außengelände. Auch um den städtischen Planern und dem Architekten „die Arbeit und die Verhandlungen mit der Denkmalbehörde zu erleichtern“, wie Bürgermeister Vollmöller es formulierte. Denn die Denkmalpflege favorisiert bei diesem Punkt eine andere Variante als die städtischen Planer. Sie spricht sich für eine recht imposante Treppenkonstruktion aus.

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